Wie sieht die Zukunft des Waldes im Projektgebiet aus? Aufbauend auf den diskutierten Risikoszenarien des zweiten Projekttreffens erarbeiteten wir mit den Akteursgruppen an Thementischen gemeinsam Managementperspektiven und Entwicklungspfade als Grundlage für die iLand-Landschaftssimulationen – im Nationalpark und im bewirtschafteten Wald.
Nach einem kompakten Überblick zu den aktuellen Fortschritten bildeten die Thementische den inhaltlichen Kern des Tages.
Szenarien statt Prognosen
Gemeinsam den Wald von morgen denken.
Aufbauend auf den Risikoszenarien und Herausforderungen, die beim zweiten Projekttreffen im November 2024 erörtert wurden, stand diesmal die Frage im Mittelpunkt: Wie entwickelt sich der Wald im Projektgebiet – und wie können wir der Vielzahl an Unsicherheiten begegnen?
Der gewählte Ansatz verbindet zwei Ebenen: Modellbasierte Szenarienentwicklung mit dem iLand-Landschaftsmodell ermöglicht „was-wäre-wenn“-Analysen auf unterschiedlichen zeitlichen und räumlichen Ebenen. Gleichzeitig setzt PRIMA-Wald auf einen dialogorientierten Ansatz – die Risikofaktoren und Managementansätze der Praxispartner werden gemeinsam in Szenarioanalysen integriert.
Die vier Thementische
An vier Thementischen diskutierten Teilnehmende aus Management, Politik, Naturschutz und Wissenschaft in wechselnden Kleingruppen konkrete Leitfragen – jede Gruppe ergänzte dabei die Ergebnisse der Vorgängergruppe und ermöglichte so einen echten Perspektivwechsel.
Entwicklungszone Nationalpark
Wie entwickelt sich der Wald in der Prozessschutzzone langfristig, welche Unsicherheiten bestehen und welche Ansätze zur Steuerung gibt es in der Entwicklung bis 2050?
Pufferstreifenmanagement
Welche Managementstrategien sind an der Schnittstelle zwischen Nationalpark und Privatwald sinnvoll für ein reduziertes Borkenkäferrisiko und einen klimastabilen Wald?
Business-as-usual
Was passiert, wenn die Bewirtschaftung im Kommunal- und Privatwald so weiterläuft wie bisher?
Anpassungsstrategien
Welche reaktiven und proaktiven Strategien sind realistisch und umsetzbar in Abhängigkeit von Waldbesitzenden, Zielen und Ausgangszustand des Waldes?
Die Gruppen bauten jeweils auf den Ergebnissen der vorherigen Diskussionen auf – so entstand Schritt für Schritt ein vielschichtiges Bild möglicher Zukunftsszenarien.
Als Diskussionsgrundlage dienten aktuelle Fachmaterialien. Die erarbeiteten Szenarien und Perspektiven fließen künftig als Input in die iLand-Simulationen von AP4 ein und werden als Diskussionsgrundlage vor dem Hintergrund der untersuchten Risiken und Unsicherheiten dienen.
Materialien an den Thementischen
Was bleibt?
Der Austausch zwischen unterschiedlichen Perspektiven ist nicht immer einfach – aber genau darin liegt seine Stärke.
PRIMA-Wald schafft den Raum für diesen Dialog – und damit die Basis für zukunftsfähige Waldbewirtschaftung.
